Jiu-Jitsu Nachwuchs zeigt vollen Einsatz beim Lehrgang in Bochum

Am Samstag, den 21. Februar 2026, versammelten sich 12 motivierte Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 8 und 15 Jahren in Bochum, um ihre Fähigkeiten im Jiu-Jitsu zu vertiefen. Von 13:00 bis 16:00 Uhr stand die Matte ganz im Zeichen der technischen Präzision und der realistischen Selbstverteidigung.
Ein starkes Team auf der Matte
Unter der Leitung von Patrick Neumann (5. Dan Jiu-Jitsu) und Stefan Ernst (2. Dan Jiu-Jitsu) vom PSV Bochum, wurde den Teilnehmern ein hochkarätiges Training geboten. Unterstützt wurden die Referenten von Karl Jendryssek, sodass eine intensive Betreuung der jungen Sportler gewährleistet war.
Von der Basis bis zur Flugphase
Nach einem kurzen, aber intensiven Aufwärmtraining startete der Lehrgang mit dem Fundament jeder Kampfsportart: der Fallschule. Hier legten die Trainer großen Wert auf eine saubere Ausführung, um Verletzungen vorzubeugen. Durch individuelles Coaching wurde sichergestellt, dass jeder Teilnehmer – vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen – seine Technik verbessern konnte.
Im Anschluss rückten die Wurftechniken in den Fokus. Das Programm umfasste das Spektrum bis einschließlich Grüngurt. Geübt wurden unter anderem:
- Seoi-Nage und Ogoshi (Schulter- und Hüftwurf)
- Uki-Goshi (Schleuderwurf)
- Koshi Guruma (Hüftrad)
- Yoko-Otoshi & Tani-Otoshi (Seitfallzug & Talfallzug)
- O-Soto und O Uchi Gari (Große Außen- und Innensichel)
Präzision in der Karate-Grundschule
Ein weiterer Schwerpunkt war die Karate-Grundschule. Hier drillten die Trainer die Einhaltung der korrekten Stände wie Zenkutsu-Dachi und Kiba-Dachi. Auch die Schlag- und Blocktechniken sowie der anspruchsvolle Yoko-Geri (Seitwärts-Fußstoß) wurden intensiv trainiert. Um die Schlagkraft und Zielgenauigkeit zu testen, kamen Handpratzen und Schaumstoffstöcke zum Einsatz, was dem Nachwuchs sichtlich Freude bereitete.

Realitätsnahe Selbstverteidigung: „Richtig reagieren“
Besonders spannend wurde es beim Thema Selbstverteidigung. Patrick Neumann, der durch seinen Beruf als langjähriger Polizist auf einen enormen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann, gab wertvolle Tipps zum Verhalten bei Messerangriffen oder Bedrohungslagen.
„Es geht nicht darum, den Helden zu spielen, sondern die richtige Strategie zu wählen, um unbeschadet zu entkommen.“
Die Teilnehmer übten das Erlernte einzeln mit Messeratrappen, während die Trainer die Rolle der Angreifer übernahmen. Diese realitätsnahen Szenarien halfen den Jugendlichen, ein Gefühl für Distanz und Timing zu entwickeln.
Ein süßer Abschluss
Nach drei Stunden intensivem Training blickten die Organisatoren in erschöpfte, aber durchweg zufriedene Gesichter. Zum Ausklang des erfolgreichen Tages gab es für alle Teilnehmer einen kleinen süßen Snack als Belohnung für die gezeigte Disziplin und den sportlichen Ehrgeiz.


