Saisonauftakt in Witten

Am 10.05.2026 eröffnete die 1. Männermannschaft in der NRW-Liga die Ligasaison 2026 für die PSV Bochum. Gastgeber war die dritte Mannschaft der SUA Witten, weitere Gäste die zweite Mannschaft des JC 66 Bottrops. Nachdem letztes Jahr der Aufstieg aus der Oberliga geglückt war standen der PSV nun am ersten Kampftag direkt zwei starke Gegner gegenüber. Zudem waren die eigenen Reihen bei Weitem nicht optimal besetzt. Dafür sorgten diverse Verletzungen, Krankheit, lange Trainingspausen und überschneidende Turniere. In der NRW-Liga der Männer wird in sieben Gewichtsklassen (-60, -66, -73, -81, -90, -100 und +100 kg) jeweils eine Hin- und Rückrunde ausgekämpft.
Zunächst ging es gegen Bottrop, die selber mit Personalproblemen antraten. Den Anfang machte Robin Podsadoczny bis 90 kg. Nach Problemen mit dem gegnerischen Griff verlor er schließlich durch eine Aushebetechnik (Ura-nage). Auch plus 100 kg konnte Piet Föhring keine ausreichende Antwort auf den Kampfstil seines Gegners finden und verlor mit zwei mittleren Wertungen (Waza-ari). Einen langen Kampf lieferte sich Nikolaj Antipin bis 73 kg, nach vielen guten Ansätzen und Chancen auf beiden Seiten konnte er schließlich in der Verlängerung (Golden Score) den ersten Bochumer Punkt erringen. Bis 81 kg trat Sebastian Schmidt für die PSV an und zeigte einen guten Kampf, nachdem sein Ura-nage fast zum vorzeitigen Sieg führte, fiel er schließlich auf einen Schenkelwurf (Uchi-mata) seines Gegners. Amir Keshwari trat anschließend bis 60 kg an und musste sich trotz eigener Ansätze schließlich geschlagen geben. Die Klasse bis 66 kg mussten die Bochumer den gesamten Kampftag über kampflos abgeben. Yuri Takabatake bestritt den letzten Kampf der Hinrunde bis 100 kg und gewann diesen mit einer Gegendreh-Technik für Ippon (große Wertung).

In der direkt anschließenden Rückrunde zeigten sich die Bochumer deutlich aktiver in ihren Kämpfen, konnten dies jedoch im Ergebnis nicht widerspiegeln. Bis 90 kg war Robin nun wesentlich besser auf seinen Gegner eingestellt und konnte viele eigene gute Ansätze anbringen, schließlich konnte dieser ihn jedoch mit einer Selbstfalltechnik (Sumi-gaeshi) für Ippon werfen. Auch Piet musste sich plus 100 kg nach anfänglich besserer Kontrolle schließlich der Eindrehtechnik seines Gegners (Tai-otoshi) geschlagen geben. Nikolaj verlor bis 73 kg durch einen Armhebel im Boden. Bis 81 kg zeigte Sebastian einen noch spannenderen Kampf als zuvor, den er nur sehr knapp im Boden verlor. Bis 60 kg trat Ahmed Alhaj Omar für Bochum an, fiel jedoch nach eigenen Ansätzen auf den Uchi-mata seines Gegners. Nachdem der Kampf bis 66 kg wieder kampflos blieb schloss Yuri bis 100 kg die Rückrunde mit einem Ausrufezeichen ab. Mit einer spektakulären Technik (Ashi-guruma) warf er seinen Gegner für Ippon.
Zum Ende stand es demnach 11:3 für Bottrop, trotz der schwierigen Voraussetzungen ein enttäuschendes Ergebnis. Dies galt es zu verbessern, sicherlich keine leichte Aufgabe gegen den Gastgeber aus Witten, der natürlich vollbesetzt antrat. Um Verletzungen vorzubeugen blieben die Gewichtsklassen plus 100 kg und bis 66 kg für Bochum unbesetzt.
In der Hinrunde nutzte Robins Gegner bis 90 kg eine Unachtsamkeit aus und warf ihn mit einer geschickt angebrachten Fußtechnik (De-ashi-bari). Auch Nikolaj musste sich bis 73 kg geschlagen geben, der starke Griff seines Gegners ließ kein Entkommen vor der angebrachten Sicheltechnik (O-soto-gari) zu. Dafür lieferte sein Bruder Konstantin Antipin bis 81 kg einen umso stärkeren Kampf. Mit einer spektakulären Aushebetechnik (Front-Uchi-mata/Yagura-nage) brachte er seinen Gegner für Ippon zu Fall. Auch Ahmed zeigte bis 60 kg einen starken Kampf und gewann mit zwei Waza-ari. Yuri präsentierte sich bis 100 kg in gewohnt starker Form und bezwang seinen Gegner mit Tai-otoshi für Ippon.

Für die Rückrunde wechselten die Wittener an einigen Stellen ihre Kämpfer aus, was sich im abschließenden Ergebnis bemerkbar machen sollte. Bis 90 kg und 73 kg verloren Robin und Nikolaj jeweils mit Uchi-mata. Bis 81 kg musste sich Konstantin nach einem starken O-soto-gari geschlagen geben und Ahmed fiel bis 60 kg auf eine Sicheltechnik (O-uchi-gari) für Ippon. Einzig Yuri konnte bis 100 kg seine Siegessträhne aufrechterhalten und warf Tai-otoshi für zwei Waza-ari Wertungen.

Zum Ende stand es also 10:4 für die Gastgeber aus Witten. Eine kleine Verbesserung aber sicherlich kein zufriedenstellendes Ergebnis. Das Trainerteam um Michael und Jürgen gab ein gemischtes Fazit ab. Trotz schwieriger Voraussetzungen konnten den gegnerischen Mannschaften an vielen Stellen spannende Kämpfe geboten werden, was das allgemeine Niveau der Bochumer Mannschaft aufzeigt. Nun gilt es gezielt an Schwächen zu arbeiten und vor allem regelmäßig zu trainieren, mit einer hoffentlich zudem besser besetzten Mannschaft steht dann einer deutlichen Verbesserung in den nächsten Kampftagen nichts im Wege. Für die Männermannschaft geht es als Nächstes am 14.06.2026 zum zweiten Kampftag nach Bevergern. In der heimischen Halle in Bochum findet jedoch schon diesen Samstag (16.05.2026) der Oberliga-Saisonauftakt der Frauenmannschaft statt, Kampfbeginn ist um 15.00 Uhr.
